Rom
Das Goldene Haus Neros Jeremy Vandel

Domus Aurea - Das Goldene Haus Neros

Obwohl es an Pracht und Prunk kaum zu überbieten gewesen sein muss, ist das Goldene Haus Neros vielen nicht bekannt. Die unterirdischen Ruinen der prunkvollen Anlage kann man heute in Form einer vorher gebuchten Führung besichtigen.

Nach einem Großbrand im Jahre 64 n. Chr., begann der damalige Kaiser Nero (37-68 n. Chr.) einen Palast unvergleichlicher Größe und Pracht errichten zu lassen. Er nannte ihn die “Domus Aurea”, das “Goldene Haus”.

Heute zählt das goldene Haus Neros zu den bekanntesten und faszinierendsten Monumenten des antiken Rom. Die Überreste können heute in einer geführten Tour besichtigt werden, die ein modernes und einzigartiges Virtual-Reality-Erlebnis einschließt.

Zur Geschichte der Domus Aurea

Im Jahr 54 n. Chr., als Nero siebzehn Jahre alt war, wurde er Kaiser von Rom. Er war jung, unerfahren und nur zu gerne bereit, die Grenzen zu überschreiten.

Zum Beispiel spielte Nero in Theaterstücken mit und liebte das Dichten, Singen und Musizieren. Als Sänger trat er zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Öffentlichkeit auf. Obwohl dies für einen Kaiser nicht angemessen war, ließ er sich davon nicht abhalten. Er war bekannt für seinen ausgelassenen und hemmungslosen Lebensstil, der sich im Goldenen Haus deutlich zeigt.

Die Entstehung des Goldenen Hauses

In den ersten Jahren seiner Regierungszeit hatte Nero die “Domus Transitoria” bauen lassen. Dieser Teil des kaiserlichen Palastes sollte das Gebiet auf dem Hügel Palatin mit den kaiserlichen Gärten des Maecenas auf dem Hügel Esquilin verbinden.

Nachdem die Domus Transitoria bei dem Brand zerstört worden war, ließ Nero die Domus Aurea, das “Goldene Haus”, errichten. Die Bauarbeiten des Palastes begannen nach dem Brand im Jahre 64 n. Chr. und waren 68 n. Chr. noch nicht fertiggestellt, als Kaiser Nero sich das Leben nahm.

Die nachfolgenden Kaiser bauten den massiven Gebäudekomplex um und nutzen ihn als Grundlage für andere Projekte, wie zum Beispiel die Errichtung der Trajansbäder.

So soll das Goldene Haus ausgesehen haben

Es heißt, Nero ließ sich von der Pracht kampanischer Villen inspirieren und es war sein Ziel den größten und schönsten Palast des Imperiums zu bauen. Der Kaiser war bekannt für seinen ausladenden und hemmungslosen Lebensstil.

In historischen Schriften finden sich viele Aussagen, die seine prunkvolle Lebensweise beschreiben. Das Goldene Haus (Domus Aurea) soll seinen dekadenten Geschmack und Lebensstil widergespiegelt haben. Nero hat es ausschließlich für den Zweck seiner Unterhaltung konzipiert und nach seiner mit Marmor und Blattgold verzierten Fassade benannt.

Sueton (Gaius Suetonius Tranquillus, meist Sueton genannt * wohl um 70 † nach 122, ein römischer Schriftsteller und Verwaltungsbeamter) beschreibt in seiner Nero-Biographie den neuen Palast:

In der Eingangshalle des Hauses hatte eine 35 Meter hohe Kolossalstatue mit dem Porträt Neros Platz. Die ganze Anlage war so groß, dass sie drei Portiken von 1,6 km Länge und einen künstlichen See umfasste, der fast ein Meer war, umgeben von Häusern, so groß wie Städte. Dazu kamen Villen mit Feldern, Weinbergen und Weiden, Wälder voller wilder und zahmer Tiere aller Arten.

Einige Teile des Hauses waren vollständig vergoldet und mit Gemmen und Muscheln geschmückt. In den Speisesälen gab es bewegliche Decken aus Elfenbein, durch die Blumen herab geworfen und Parfüm versprengt werden konnte. Der wichtigste von ihnen war kreisrund und bewegte sich bei Tag und bei Nacht ständig, wie die Erde. Die Bäder wurden mit Meer- und Schwefelwasser gespeist.

Als Nero nach Abschluss der Bauarbeiten das Haus einweihte, zeigte er sich sehr zufrieden und sagte, dass er jetzt endlich in einem Haus wohne, das eines Menschen würdig sei.

Imposante Größe und einzigartige Architektur

Laut Elisabetta Segala, der Autorin des 2005 veröffentlichten Buches “Domus Aurea”, soll die Anlage ein Ausdruck von Macht gewesen sein, da Nero “eine absolute Monarchie“ wollte. Das ist gut möglich, denn der gesamte Gebäudekomplex erstreckte sich über eine Fläche auf die das imposante Gebäude des Kolosseums ganze 25 Mal gepasst hätte.

Die gewaltigen Anlage glich weniger einem Stadtpalast als vielmehr einem ausgedehnten Landgut. Der Palast soll mehr als 300 Räume gehabt haben, die angeblich mit kostbarem Elfenbein, kunstvollen Mosaiken sowie Fresken, und großen Brunnen ausgestattet waren.

Zu den architektonisch spektakulärsten Aspekten des Gebäudes zählten zwei Speisesäle, die einen achteckigen Raum flankierten, ein sogenanntes Oktogon, das das Zentrum der riesigen Anlage darstellte.

Nach der antiken Überlieferung konnte die Kuppeldecke sogar gedreht und durch beweglichen Deckenelementen geschlossen werden, um Blumen und Parfüm auf die Gäste regnen zu lassen. Archäologisch lässt sich dieses jedoch nicht nachweisen.

Lage des Goldenen Hauses

Auf Schriften des römischen Historiker Tacitus (Tac. ann. 15, 38–41) basierend ist bekannt, dass Kaiser Nero seine Villenanlage auf einem Gebiet von ca. 80 ha Größe errichten ließ, das sich über dem Hügel Palatin, das gesamte Tal des heutigen Kolosseums, und Teile der umliegenden Hügel Caelio und Esquilin erstreckte.

Die heutigen Überreste von Neros „Goldenem Haus“, liegen nun seit fast 2000 Jahren unter dem Oppius-Hügel begraben. Der Eingang zur den unterirdischen Ruinen der Domus Aurea befindet sich etwa 300 m nordöstlich des Kolosseums (5 Minuten Fußweg).

Das Ende der Domus Aurea

Nero konnte nur 4 Jahre an seinem Projekt bauen lassen, denn seine Zeit als Kaiser war im Jahre 68 n. Chr. vorbei. Er wurde vom Senat zum Staatsfeind erklärt und flüchtete, bis er im Juni 68 n. Chr. zu Tode kam.

Die Domus Aurea wurde daher in relativ kurzer Zeit gebaut und auch nur kurz von Nero genutzt. Neros Nachfolger Otho stellte den Palast fertig. Doch die nachfolgenden Kaiser Vespasian, Titus und Trajan ließen Teile von Neros Domus abreißen um darüber ihre eigenen Paläste zu errichten.

Wie das “Kolosseum” zu seinem Namen kam

Im Jahr 72 n. Chr. veranlasste Kaiser Vespasian die Errichtung des Kolosseums an der Stelle, wo sich der künstlich angelegt See befand. Eine weitere Überlieferung besagt, dass der Palast auf der Seite des Forum Romanum einen eindrucksvollen Eingang mit einer Kolonnade hatte, wo Nero eine mächtige, 35 Meter hohe Statue seiner selbst errichten ließ.

Heute befinden sich dort die Ruinen des Kolosseums. Der Name des Kolosseums ist auf diese “kolossale” Statue Neros zurückzuführen.

Begrabene Überreste

Im 104 n.Chr. brach ein Brand im Residenzgebäude des Palastes aus, der dieses stark beschädigte. Der damalige Kaiser Trajan beauftragte daraufhin den Bau der Trajansthermen. Alles von Wert wurde aus Neros prachtvoller Stadtvilla entfernt und sie wurde zum Fundament der monumentalen Bäder.

Das Obergeschoss der Domus Aurea wurde abgerissen und die untere Ebene mit Mauern verstärkt. Das Untergeschoss wurde mit Erde aufgefüllt, was der Grund dafür ist, dass es bis heute außergewöhnlich gut erhalten ist. So entstand eine Reihe von unterirdischen Räumen mit Tonnengewölben, die heute versteckt unter der Erde des Hügels liegen.

Wiederentdeckung der Domus Aurea: Eine Inspiration für die Renaissance

Es dauerte nur vierzig Jahre, bis die Domus Aurea vollständig unter neu errichteten Gebäuden begraben wurde. In den folgenden Jahrhunderten geriet Neros Palast in Vergessenheit und wurde erst im 15. Jahrhundert wieder entdeckt.

Durch einen zufälligen Sturz in die Tiefe, fand man Räume und Gänge unter den Trajans Bädern. Es war die Zeit der Renaissance. Die Wiederentdeckung des Kaiserpalastes veranlasste Künstler wie Michelangelo, Ghirlandaio, Giulio Romano, Pinturicchio oder Raffael, sich in die Gewölbe abzuseilen und mit Fackeln die Mauern zu beleuchten.

Sie studierten die alten Wandmalereien, Fresken und Dekorationen um sich davon inspirieren zu lassen. Ihre Signaturen an einigen Stellen an den Wänden verraten, dass sie sogar Fresken kopiert haben.

So wird die “Groteske Malerei” der Renaissance geboren, ein im 16. Jahrhundert weit verbreitetes Genre, das die historischen Motive der römischen Wanddekoration neu interpretiert. Es basiert auf den sogenannten “Grotesken” oder auch Wanddekorationen die aus feingliedrigen, pflanzlichen Formen, Menschen, Tieren und Mischwesen bestehen.

Wiederaufnahme der Ausgrabungen

Erst Ende des 18 Jahrhunderts fanden weitere Ausgrabungen statt. Es heißt, dass die Gelehrten wieder Interesse an der Groteske bekommen hätten, nachdem man die Fresken von Pompeji gefunden hatte.

In den weiteren Jahren, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, wurden etwa fünfzig Räume der Domus Aurea von der Erde befreit. Anfang des 20. Jahrhundert ließ man dann den “Colle Oppio” Park errichten, in dem sich die Ruinen der Trajans Therme und Gärten befinden.

In den 50er Jahren wurden die Ausgrabungen der Domus Aurea wieder aufgenommen. Erst im 21. Jahrhundert waren die Restaurationsarbeiten einiger Räume soweit abgeschlossen, dass sie für Besucher geöffnet werden konnten. Die aufwändigen und teuren Ausgrabungen und Instandsetzungen dessen, was von Neros Palast übrig geblieben ist, sind noch lange nicht abgeschlossen und dauern bis heute an.

Der heutige Zustand des Goldenen Hauses

Von der imposanten Anlage ist heute nur noch ein kleiner Rest auf dem Oppius Hügel (“Colle Oppio”) erhalten, ungefähr 20% des ursprünglichen Gebäudekomplexes. Dieses Haus war bis zu seiner Zerstörung durch das Feuer im Jahr 104 n. Chr. bewohnt. Nach dem Brand wurden die Reste in die Fundamente der Trajansthermen integriert und teilweise mit Füllmaterial aufgeschüttet. So sind viele Räume unterirdisch erhalten geblieben.

Obwohl Schutt und feuchte Erde viele Wandfresken zerstört haben, hat verschütteter Sand die Wände vor zu viel Feuchtigkeit geschützt und dafür gesorgt, dass einige Farben der “Grotesken” Wandmalereien in einem exzellenten Zustand erhalten geblieben sind.

Nach jahrzehntelangen Restaurierungsarbeiten wurden einige Räume der Domus Aurea im Jahre 1999 für Besucher zugänglich gemacht. Doch die dramatische Verschlechterung der schon lange bekannten und tiefgreifenden Mängel im Erhaltungszustand, hat nur wenige Jahre später, im Jahr 2005, wieder zur Schließung geführt. Aus Sicherheitsgründen (2010 stürzte ein Gewölbegang ein) konnten die Ruinen lange nicht besucht werden.

Seit 2008 arbeitet das DAI Rom auf Einladung der Soprintendenza Archeologica di Roma (staatliche Antikenverwaltung Roms) und der Università La Sapienza intensiv an der Erhaltung der Räume. 2014 konnten daher Teile der Räumlichkeiten und Fresken wieder zur Besichtigung freigegeben werden.

Heute kann man in ungefähr 30 Räumen die mehr als 2.000 Jahre alte Architektur und Kunst des Palastes im Rahmen einer von einem Archäologen geführten Tour bewundern. Die Ruinen der Trajans Bäder befinden sich immer noch über diesen Räumlichkeiten und werden oft fälschlicherweise für Überbleibsel der Domus Aurea gehalten.

Kuriositäten über die Domus Aurea und Nero

Die Domus Aurea gilt als die extravaganteste Arbeit in der Kunst- und Architekturgeschichte des antiken Rom und ihre Überreste genügen, um einen Eindruck von der Pracht des Palastes zu vermitteln.

Künstler und Architekten

In der Antike war es noch nicht üblich Werke zu signieren und deshalb sind nur selten Namen von Künstlern überliefert. Die Domus Aurea bildet hier allerdings eine Ausnahme. Der Maler der vielen außergewöhnlichen Malereien an Decken und Wänden der Domus Aurea hieß Fabullus. Noch rund 30.000 Quadratmeter seiner Kunst sind heute noch zu sehen, einige seiner Werke sind restauriert. Die Bildthemen sind mythologische Szenen, ein Stillleben mit Schinken, Brot und Fisch, Landschaftsdarstellungen und Grotesken.

Neben der malerischen Gestaltung gibt es auch Wanddekor mit Marmorplatten und Vergoldungen.

Anders als bei vielen Bauwerken der Antike kennt man sogar die Architekten von Neros Goldenem Haus: Celere und Severo entwarfen unter Neros Aufsicht mindestens zwei der Hauptspeisesäle.

Gerüchte und Geschichten über Nero

Aufgrund der Tatsache, dass Nero begann seinen Palast nach dem großen Brand 64 n. Chr. errichten zu lassen gibt es Gerüchte, er selbst habe den Brand gelegt um mehr Platz zu schaffen. Neuere Forschungen von Historikern und Archäologen zeigen jedoch, dass dieses nicht den Tatsachen entspricht.

Außerdem sorgte Nero dafür, Rom wieder aufzubauen, und zwar in besserer Ordnung, als es vorher gewesen war. Allerdings heißt es, dass er die Mittel dafür den Provinzen “abpresste” und nicht nur in die Stadterneuerung, sondern auch und vor allem in seinen neuen Palast investierte. Andere historische Quellen berichten hingegen, dass sich der Kaiser beim Wiederaufbau der Stadt als Wohltäter erwies, indem er seine Gebäude für Obdachlose öffnete und den Getreidepreis senkte.

Es ist unklar, ob alle diese Geschichten über Nero wahr sind, da sie alle mindestens 50 Jahre nach Neros Tod geschrieben wurden. Zu den Autoren gehörten Tacitus, Suetonius und Cassius Dio, die alle aus der senatorischen Klasse stammten. Wahrscheinlich wollten sie Nero in ein schlechtes Licht rücken und die Auswirkungen davon sind bis heute zu spüren.

Andere Historiker, wie z.B. Lucanus, beschrieben die Herrschaft Neros als eine Zeit des Friedens und des Wohlstandes. Und Dio Chrysostomos schrieb nach dem Tod Neros sogar, dass sich die Bevölkerung wünschte, er wäre noch am Leben und würde für immer Kaiser bleiben.

Geheimkammer im Palast von Kaiser Nero

Nur durch Zufall entdeckten Archäologen einen neuen Raum der Domus Aurea im Mai 2019. Er befindet sich im Untergrund eines riesigen Gebäudeteils unter dem Colle Oppio, einem südlichen Ausläufer des Esquilin-Hügels.

Prächtige Wandbilder des sogenannten “Sphinx-Raumes” zeigen Tiere, Götter, Fabelwesen und schwertschwingende Krieger. Da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Einstürzen in Räumen des Palastes gekommen war, ist der Raum vorerst mit Erde gefüllt geblieben um seine Stabilität nicht zu gefährden. Teile des Parks über der Anlage wurden inzwischen abgetragen, um die Gemäuer zu entlasten.

Wie Nero zu Tode kam

Nero schaufelte sich sein eigenes Grab, indem er Senatoren wegen Majestätsbeleidigung oder (religiöser) Verschwörungen anklagen ließ und in einigen Fällen Senatoren zum Selbstmord verurteilte. Diejenigen, die sich weigerten, erhielten die Konfiszierung des Familienvermögens oder eine unwürdige Liquidierung durch Soldaten.

Nachdem ihn der Senat zum Staatsfeind erklärt hatte, befand sich Nero auf der Flucht. Er war sich sehr bewusst über das Schicksal, das ihn erwartete: Die Hälse von Staatsfeinden wurden in eine Gabel gespannt, und mit Ruten peitschte man ihre nackten Körper zu Tode.

Trotz seines Versuchs, dem Tod zu entkommen, wurde er von allen Seiten in die Enge getrieben. Als er am 9. Juni 68 n. Chr. verhaftet wurde, entschied er sich nach langem Zögern, sich einen Dolch in die Kehle zu stecken. Seine letzten Worte waren “Qualis artifex pereo” (Was für ein Künstler geht mit mir zugrunde). Der Stich war wahrscheinlich nicht tödlich, so dass Epaphroditus, ein alter Sklave, der ihm bis zum Ende treu blieb, ihm schließlich den tödlichen Stich versetzte.

Eintrittspreis und Öffnungszeiten

Die Besichtigung der Domus Aurea ist nur in kleinen Gruppen und mit professioneller Führung möglich. Das Besondere an dieser Führung ist, dass du mit einer VR-Brille sehen kannst, wie der Palast von Nero früher ausgesehen haben muss.

Da unter der Woche noch Restaurierungsarbeiten stattfinden, kann man die Domus Aurea nur am Wochenende besichtigen. Das heißt: Das Goldene Haus von Nero ist nur samstags und sonntags für Besichtigungen geöffnet.

Online-Reservierungen können auf dieser Website vorgenommen werden.

Tickets
Standard Ticket
Ermäßigtes Ticket (Kinder von 6 - 12 Jahren)
Freier Eintritt (Kinder unter 6 Jahre)
TicketsGrundpreisGesamtpreis
Standard Ticket14,00€22,00€
Ermäßigtes Ticket (Kinder von 6 - 12 Jahren)10,00€18,00€
Freier Eintritt (Kinder unter 6 Jahre)-2,00€

* Der Grundpreis umfasst den Grundpreis, den Service der Führung sowie eine Rom Karte und die Nutzung von VR-Brillen sowie Schutzhelmen.

** Der Gesamtpreis beinhaltet die Reservierungsgebühr von 2,00€ und die Eintrittskarte für die Sonderausstellung von 6,00€. Kinder unter 6 Jahren zahlen nur die Online-Reservierungsgebühr (falls zutreffend).

Die Sonderausstellung kostet alle Besucher zusätzliche 6,00€. Der Kauf dieses Tickets ist verpflichtend für alle, die die Domus Aurea besichtigen möchten. Wenn du die Ausstellung bei der Online-Buchung nicht bezahlt hast, musst du die Differenz bei der Ankunft bezahlen. Dus kannst deine Tickets auch telefonisch buchen (+39 06 399 67 700).

Dass du Neros Goldenes Haus nicht auf eigene Faust, sondern nur mit einer Führung besichtigen kannst liegt unter anderem an der Baufälligkeit der Gebäude Überreste.

Die Führung dauert eine Stunde und ist verfügbar auf Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch. Die Öffnungszeiten sind am Samstag und Sonntag von 09.15 - 16.15 Uhr. Weitere Informationen findest du auf dieser Website.

Virtual-Reality als Teil der Führung

Ein Highlight bei der Führung ist der Einsatz von Virtual Reality, die es möglich macht, Neros extravagante Residenz in ihrer ganzen Pracht zu erkunden und sich ein Bild davon zu machen, wie es zu Neros Zeiten ausgesehen haben könnte. Die heutige Besichtigung führt durch eine Reihe von dunklen Räumen und Gängen, und es fällt schwer, sich die ursprüngliche Wirkung des ehemals lichtdurchfluteten Gebäudes vorzustellen.

Doch entlang des Rundgangs gibt es immer wieder Filmvorführungen zur Geschichte der Domus Aurea und auch eine virtuelle Realität Installation, die einen eine regelrechte Zeitreise erleben lassen.

Nützliche Tipps

  • Die Multimedia-Tour verwendet eine Oculus Rift VR-Brille, die nicht für Personen mit Epilepsie oder schweren Augenerkrankungen empfohlen wird.
  • Bei der Besichtigung muss man einige Fußwege zurücklegen und daher empfiehlt es sich bequeme Schuhe zu tragen.
  • Bitte beachte, dass das Goldene Haus leider nur teilweise oder gar nicht für Rollstühle und Kinderwagen zugänglich ist.
  • Sei darauf vorbereitet, dass die Filme des Rundgangs für die spanischen und französischen Führungen auf Italienisch oder Englisch sind.
  • Im Inneren gibt es eine kontrollierte Atmosphäre, was bedeutet dass die Temperatur bei 100% Luftfeuchtigkeit immer etwa 10 Grad Celsius beträgt. Wir raten jedem Besucher daher, zu jeder Jahreszeit eine Jacke oder einen Pullover mitzunehmen.
  • Achte darauf, pünktlich zu sein. Wenn du zu spät kommst kann es sein, dass du deine Reservierung verlierst und es ist keinerlei Rückerstattung möglich.
  • Auf Weisung der Museumsleitung hin kann die Domus Aurea ohne jegliche Vorankündigung für das Publikum geschlossen bleiben. In diesem Fall werden die Eintrittskarten vollständig rückerstattet.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe

Aufgrund der günstigen benachbarten Lage verbinden viele Touranbieter einen Besuch des Forum Romanums oder des Kolosseums mit der Besichtigung der Domus Aurea. Die Ruinen sind außerdem von einem Park umgeben, in dem man sich zu einem Picknick niederlassen oder den man für einen ausgedehnten Spaziergang nutzen kann.

Hier findest du alle Sehenswürdigkeiten, die sich in unmittelbarer Nähe der Domus Aurea befinden im Überblick.

Das Forum Romanum

Hier konzentrierte sich das soziale, politische, religiöse und kulturelle Leben des alten Roms. Es war das Zentrum des römischen Imperiums und das, was davon übrig geblieben ist, ist definitiv ein Besuch wert. Der Besuch dieser beeindruckenden Ruinen ist im Ticketpreis für das Kolosseum inbegriffen.

Von der Domus Aurea läuft man nur ungefähr 10 Minuten zu Fuß bis zum Forum Romanum.

Der Hügel des Palatin

Nicht ganz so sagenumwoben wie das Forum Romanum aber dennoch einen Besuch wert! Du kannst die Ruinen der kaiserlichen Residenz besuchen und einen beeindruckenden Ausblick auf das Forum Romanum und den Circus Maximus genießen. Der Eintritt ist ebenfalls im Ticket für das Kolosseum mit inbegriffen.

Bis zum Hügel spazierst du nur ungefähr 15 Minuten. Bis zum Palatin Museum, das sich dort am Hügel Palatin befindet, ist es genau 1 Kilometer von Neros Goldenem Haus aus.

Der Konstantinsbogen

Der Konstantinsbogen ist ein dreitoriger Triumphbogen und einer der drei noch erhaltenen Triumphbögen Roms. Er wurde im 4. Jahrhundert zu Ehren des Kaisers Konstantin I. und zum Gedenken an dessen Sieg in der Schlacht von Ponte Milvio errichtet.

Der Konstantinsbogen befindet sich direkt neben dem Kolosseum und nur 700 Meter von der Domus Aurea entfernt.

Römische Kaiserforen

Auch die Kaiserforen - eine Reihe von Erweiterungen des Forum Romanum nach Norden - bieten sich für einen Besuch an. Um dorthin zu gelangen, musst du einfach der Via dei Fori Imperiali in Richtung Piazza Venezia folgen.

Der Eingang zu den Fori Imperiali liegt 2 km nordwestlich des Kolosseums (25 Min. zu Fuß).

Circus Maximus

Ein Besuch des größten Sportstadions der Geschichte solltest du nicht verpassen. Der größte Teil des Stadions liegt noch unter der Erde, aber es gibt einige Ruinen, die besichtigt werden können. Während des Besuchs ist es auch möglich, mittels virtueller Realität zu erleben, wie der Rennsport im alten Rom war.

Der Eingang zum Circo Massimo befindet sich 700 m südlich des Kolosseums. Von der Domus Aurea sind es nur ca. 15 Minuten Fußweg und eine Entfernung von 1,5 km.

Ludus Magnus

Der Ludus Magnus war die Schule, in der die Gladiatoren ausgebildet wurden. Ihre Ruinen befinden sich auf der Ostseite des Kolosseums. Es ist nicht nötig die Ruinen zu betreten, das, was es zu sehen gibt kann man auch von der Straße aus sehen.

Der Ludus Magnus befindet sich östlich vom Kolosseum auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Von der Domus Aurea aus läuft man ungefähr 10 Minuten durch den Oppio Park, bis man an der Piazza Colosseo vorbeikommt und die Ruinen des Ludus Magnus zu sehen bekommt.

Basilika von San Clemente

Wenige Gehminuten vom Kolosseum entfernt befindet sich die Basilika San Clemente. Es handelt sich um eine Kirche, die dir eine interessante Untergrund Besichtigung ermöglicht, bei der du einen antiken Mitreo (Tempel, der dem Gott Mitra geweiht ist), Überreste von Gebäuden aus dem ersten Jahrhundert und eine antike Kirche, die als Fundament für die heutige Struktur dient, entdecken kannst. Eine Besichtigung lohnt sich wirklich.

Die Basilika von San Clemente befindet sich weniger als 1 Kilometer von der Domus Aurea entfernt. Je nachdem, welchen Fußweg du wählst, kannst du deine Route am Kolosseum, und am Ludus Magnus vorbeiführen oder auch einen schönen, ausgedehnten Spaziergang durch den Oppio Park einplanen um zur Basilika zu gelangen.